Jakobsmuscheln mit karamellisiertem Rhabarber und gerösteten Haselnüssen

Jakobsmuscheln mit Rhabarber und Haselnüssen ist eine Kreation, die vom Rezeptwettbewerb „Klug gefischt“ von EDEKA und dem Wissenschaftjahr Meere und Ozeane angestoßen wurde. Die Aufgabe: Ein Produkt aus dem Meer, dessen Herkunft vom wwf gut geheißen wird, dazu saisonale und regionale Komponenten.

Meine Familie hat das Gericht sehr gemocht: Es hat eine Süße, die Säure vom Rhabarber, Röstaromen von den Haselnüssen, leichte Bitterkeit vom Karamell und natürlich salziges vom unentbehrlichen Fleur de Sel

Jakobsmuscheln mit karamellisiertem Rhabarber und gerösteten Haselnüssen

Zutaten

 Pro Person
4 ausgelöste Jakobsmuscheln, wwf Einkaufsführer beachten!
1 Teelöffel Orangenmarmelade
Butter
Olivenöl
1 kleine Stange Rhabarber
1 ungespritzte Orange, Schale abgerieben und Saft ausgepresst
1 Esslöffel brauner Zucker
Salz, Pfeffer
Ahornsirup nach Geschmack
1 Teelöffel Haselnüsse
Fleur de Sel

Zubereitung

Haselnüsse in Scheiben schneiden und in einer trockenen Pfanne anrösten. Auf einem Teller abkühlen lassen und beiseite stellen.

Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden. Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen, den Rhabarber zugeben, darin wenden, mit frisch gepresstem Orangensaft ablöschen und knapp garen. Den Rhabarber Pfeffer und Ahornsirup abschmecken.

Die Jakobsmuscheln trocken tupfen, eventuell vorhandene Häute entfernen.
Butter und Olivenöl in einer Pfanne auf mittlere Hitze erwärmen. Die Jakobsmuscheln kurz von einer Seite anbraten. Die noch „rohe“ Seite mit Orangenmarmelade bestreichen und wenden.
Die Innen noch glasigen Jakobsmuscheln mit gerösteten Haselnüssen, Fleur de Sel und abgriebener Orangenschale bestreuen und mit dem Bratensatz beträufeln. Den karamellisierten Rhabarber dazu reichen.

Jakobsmuscheln mit karamellisiertem Rhabarber
Blog Jutta Hofmann

Gewonnen habe ich übrigens nicht, dafür hatte ich den Spaß ein neues Gericht zu kreieren.

Auf der Seite vom Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane könnt Ihr die Gewinner Rezepte nachlesen.

Pulpo mit grünem Spargel

Tintenfisch, Oktopus, Sepia, Pulpo, Kalmar – was ist denn jetzt was? Heißt das nur in jedem Land verschieden? Oder sind das verschiedene Tiere? Das Fisch Informationszentrum (FIZ) hilft weiter.

Das FIZ informiert über Fanggebiete (FAO), Fangmethoden, Bestände einzelner Fischarten in kleinräumigen Fanggebieten, Warenkunde, Videos, Rezepte und hat Broschüren zum Download.

Ganz kurz:  Pulpo, deutsche Handelsbezeichnung Oktopus, gehört zu den Tintenfischen. Das Gericht entstand in Anlehnung an den delikaten Oktopus auf galizische Art. Der Link „hinter“ dem Tintenfisch mag Euch nicht nur spanisch vorkommen, er ist spanisch. Das Rezept ist sehr einfach und fünf erstklassige Zutaten: Oktopus, Kartoffeln, spanisches Paprikapulver, Meersalz und Olivenöl machen es zu einer Delikatesse.

Pulpo mit grünem Spargel

Zutaten

1 Pulpo, ca. 600 g
300 g grüner Spargel, dünne Stangen
6 mittlere Kartoffeln
Olivenöl
Essig
Salz
spanisches Paprikapulver
Saft einer halben Zitrone

Zubereitung

In einem großen Topf Wasser erhitzen, einen Schuss Essig dazugeben und den Pulpo ins Wasser geben. Mit einem Deckel fast abdecken und ca. 1 Stunde köcheln lassen. Wenn man zwischen zwei Fingern die Spitze eines Fangarms abdrücken kann, dann ist er weich genug.

Den Pulpo lauwarm abkühlen lassen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Kartoffeln waschen und mit Schale weich kochen. Anschließend pellen und in Würfel schneiden.

Den Spargel waschen, das untere Ende abschneiden. Die Stangen je in drei Stücke schneiden. Das Wasser mit Salz aufkochen und die Spargelstangen ca. 3-5 Minuten kochen. In kaltem Wasser schnell abkühlen lassen.

Die Pulpostücke mit den Kartoffeln und Spargelstücken in einer großen Schüssel mischen. Olivenöl, Essig, Salz, reichlich Paprikapulver und etwas Pfeffer vermischen und über den Salat geben. Ca. 1 Stunde ziehen lassen.

Blog Jutta Hofmann

Je nach Vorliebe kann auch etwas geräuchertes Paprikapulver verwendet werden, oder – um dem Salat eine noch pikantere Note zu geben – Piri-Piri oder Piment d´Espelette.

Falls man einen gefrorenen Pulpo verwenden möchte, legt man einen kleinen Teller umgedreht in einen großen, tiefen Teller. Der Oktopus wird auf den kleinen Teller gelegt und abgedeckt. Die „Teller-Konstruktion“ stellt man in den Kühlschrank und lässt das Weichtier langsam über Nacht auftauen. So kann man verhindern, dass der Pulpo im Abtauwasser liegt.

Noch ein Dessert? Klar, doch: Mispeln mit Streusel!

Reste, die keine sind: Antipasti mit Grissini

„Resteküche“, das mochte ich früher gar nicht. Weder hat mir der Begriff gefallen, noch hat mir das in der Pfanne durcheinander gebratene Essen geschmeckt. „Resteküche“ ist nun out, dafür sind „leftovers“ in.

Ist das Ergebnis immer noch ein Durcheinander in der Pfanne? Natürlich, wenn es die an der Pfanne so will…

Ich will es auf jeden Fall nicht, deshalb wird das Gemüse, das bereits für die Pizza geschnitten war zu Antipasti und aus dem Pizzateig, der nicht verbacken wurde, werden Grissini.

Rezept Antipasti mit Grissini

Zutaten

verschiedenes geschnittenes Gemüse, das nicht für die Pizza verwendet wurde
Olivenöl
Bruschetta Gewürzmischung
Salz
Pfeffer, entweder frisch gemahlen oder gemörsert

restlicher Pizzateig
Sesam
Schwarzkümmel
Meersalzflocken

Zubereitung

Das Gemüse in Olivenöl braten bis es gar, aber nicht zu weich ist. Mit der Bruschetta Würzmischung vermischen und abgedeckt ziehen lassen. Dabei immer wieder vorsichtig umrühren. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Den Pizzateig zu einem nicht zu dünnen Rechteck ausrollen und in Streifen schneiden. Die Streifen mit Sesam, Schwarzkümmelsamen oder Salz bestreuen und leicht verdrehen, bevor sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt werden.

Die Stangen ca. 15-20 Minuten backen.

Antipasti mit Grissini
Blog Jutta Hofmann

Einen besonders einfachen Pizzateig, der leicht gelingt und sich gut lagern lässt findet Ihr auf Plötzblog. Ich habe nur Weizen – und Weizenvollkornmehl verwendet, weil ich kein Hartweizenmehl zur Hand hatte. Das Schöne an diesem Teig ist, dass man ihn zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren kann und er dabei an Geschmack gewinnt.

Paprika Suppe – frische Farbe in die Teller

Aus Paprika lässt sich eine wunderbar kräftige Suppe kochen. Besonders mag ich die Variante aus gelben oder orangefarbenen Schoten, denn diese lassen die Suppe besonders schön gegen graues Novemberwetter anleuchten.

Rezept Paprika Suppe

Zutaten

1 große oder zwei kleine Paprikaschoten
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 EL Olivenöl
Thymianzweige
1/2 l Gemüsebrühe
Chili Sauce
geräuchertes Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Die Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden, ebenso den Knoblauch. Die Paprikaschoten halbieren, entkernen, die Kartoffeln schälen und beide Gemüse würfeln. Danach alles zusammen in Olivenöl andünsten, ohne dass es Farbe bekommt. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und köcheln lassen bis das Gemüse weich ist.

Die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz noch etwas Gemüsebrühe ergänzen. Die Suppe wird je nach persönlicher Vorliebe mit Piri-Piri Soße oder einer anderen Chili Soße scharf abgeschmeckt. Mit geräuchertem Paprikapulver bekommt die Suppe eine ganz besondere Note.

Paprika Suppe von gelber Paprika
Blog Jutta Hofmann

Die Paprika Suppe eignet sich wunderbar für ein Buffet. Sie wird getrennt mit gelben, roten und grünen Paprikaschoten zubereitet. Zum Anrichten füllt man die Suppe in kleine Weckgläser, die mit Paprika Würfelchen in der Kontrastfarbe bestreut werden.

In meiner Kindheit gab es freitags oft eine Suppe und ein süßes Hauptgericht zum Mittagessen: Wie wäre es mit Ofenschlupfer?

Salat mit Radicchio, Kaktusfeigen und Feta

Ein herbstlicher Salat, in dem sich noch etwas Sommer versteckt. Und Feta, der Sattmacher, der Wochen im Kühlschrank überleben kann, weil er sich hinter Senfgläsern, Marmelade und diversen Sriracha Chili Sauces versteckt hält.

Rezept Salat mit Radicchio, Kaktusfeigen und Feta

Zutaten

1 kleiner Radicchio
125 g Feta
125 g blaue Weintrauben
2 Kaktusfeigen
6 EL Olivenöl
3 EL weißer Balsamico Essig
Saft einer halben Limette
1 TL Honig
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Den Radicchio Salat vierteln, den Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden. Kurz waschen. Die Trauben waschen, abzupfen und halbieren. Wer mag, kann so die Kerne entfernen. Die Kaktusfeigen vorsichtig abspülen, das obere und das untere Ende abschneiden. Die verbliebene Schale in Streifen einschneiden und abziehen. Die Früchte halbieren und dann in Stücke schneiden.

Den Feta aus der Packung nehmen, trocken tupfen und würfeln. In einer Schüssel aus Olivenöl, Essig, Limettensaft, Honig, Salz und Pfeffer eine Salatsauce rühren. Früchte und Salat unterheben und zum Schluss die Fetawürfel locker untermischen.

Radicchio, Trauben, Kaktusfeigen, Limette und Feta auf einem Holzbrett
Radicchio in Streifen mit halbierten Trauben, Feta und Kaktusfeigen
Blog Jutta Hofmann

Die Kaktusfeigen lassen sich gut durch Pfirsiche oder Kakis ersetzen.