Respect food

Mit dem Kochlöffel die Welt retten? Den Kochtopf als Tool für den Change nutzen? Hä? Muss alles mit Bedeutung aufgeladen werden? Kann ich nicht einfach meine Suppe essen bis ich satt bin und dann den Teller weg stellen?

Klar, kann ich schon.

„More than honey“
„We feed the world – Essen global“
„10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?“
„Taste the waste“

Diese und ähnliche Dokumentarfilme bringen mich zum Nachdenken.

Ich stelle mir die Frage, ob ich etwas dazu beitragen kann, dass es für alle reicht, dass Tiere weniger gequält werden, das weniger Dünge-und Spritzmittel verwendet werden, dass die Arbeit der Menschen, die in der Lebensmittel Erzeugung arbeiten, mehr geachtet wird.

Mit dem Essen hängt ganz viel zusammen. Jedes nicht genutzte Lebensmittel ist eine Verschwendung von Energie. Massimo Bottura sagt:

A recipe after all is a solution to a problem. Choose to be part of the solution by cooking and sharing a meal around a table. It might be the most revolutionary thing you do all day.

Im Anschluss habe ich Euch einige Vereine, Organisationen oder Menschen, aufgezählt, die mich zu den Themen klimafreundliche Ernährung und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung inspirieren.

Foodsharing

Foodsharing ist eine Initiative, die sich gegen Lebensmittelverschwendung engagiert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich einzubringen: Ihr könnt Eure überschüssigen Lebensmittel (z.B. Apfelbaum im Garten) zum Fair Teiler bringen, Ihr könnt Euch als Food Saver einbringen oder oder oder.

Diese nichtkommerzielle Initiative spricht Lebensmittel verarbeitende Betriebe ebenso wie Privatpersonen an. Foodsharing ist lokal aufgestellt. Schaut mal über die Website, wo es in Eurer Nähe eine Gruppe gibt.

Die Tafel e.V.

Die Tafel engagiert sich mit den Tafel Läden und vielen weiteren Projekten für mehr Nachhaltigkeit und gegen Armut.
Die Organisation ist in regionale Vereine aufgeteilt und Ihr könnt auf der Internetseite nachschauen, wo es den nächsten Verein gibt. (Ihr scrollt auf der Tafel-Seite ganz nach unten, dort könnt Ihr dann in ein Feld Eure Postleitzahl eingeben und dann geht eine Karte auf.)

Ehrenamtliche Helfer sind gesucht und es gibt die Möglichkeit ein BFS Jahr bei der Tafel zu absolvieren.

Steffi kocht ein

Steffi von Gläser und Flaschen ist mit „Steffi kocht ein“  auf youtube präsent. Sie ist der Kanal für mehr als Marmelade. In ihren vielen Videos werdet Ihr bestimmt fündig, wenn von irgendwas ganz viel da ist: Ingwer, Quitten, Minze….

Dieser Kanal zeigt ganz bodenständig, wie Überschüsse zu Vorräten werden, aus denen sich wieder ein Essen zaubern lässt oder wie aus Überschüssen Geschenke aus der Küche werden.

Klimatarier

Diese Seite zeigt Euch sehr anschaulich den Zusammenhang zwischen Konsum bzw. Nicht-Konsum von Lebensmitteln, der Erzeugung von Lebensmitteln und dem bei der Produktion entstehenden CO2 Äquivalenten.
Der CO2 Rechner hilft Euch dabei ein Gefühl für die Umweltbelastung durch den Konsum einzelner Nahrungsmittel zu entwickeln. Das Gute ist, Ihr könnt eine Mahlzeit zusammenstellen und eine Vergleichsmahlzeit dazu, um zu sehen, was der Austausch einzelner Lebensmittel für eine Auswirkung auf die CO2 Bilanz hat.

Grundig Respect food

Endlich gibt es Grundig Respect food auch auf der deutschen Internetseite des Unternehmens!

Sobald Ihr die Seite aufgerufen habt, beginnt eine Uhr zu laufen und Ihr könnt auf „Lebensmittelverschwendung Fakten“ sehen, was in der Zeit, in der Ihr auf der Website seid, verschwendet wird.

Die Seite bietet Rezepte, die nach verschiedenen Kategorien auffindbar sind: Zutaten, „reife“ Zutaten, Lebensmittelreste, Rezepte von Chef Köchen. Die Radicchio Klöße würde ich gerne mal kochen…

Food for Soul

Die Internetseite dieser Initiative, gegründet von Massimo Bottura, Osteria Francescana 3 Michelin Sterne, Modena, könnt Ihr auf englisch oder italienisch anschauen.
Ich bin einfach begeistert von der Idee der Refettorios, die es in Mailand, Paris, Rio de Janeiro, London und bald an einem weiteren Ort gibt. Nachhaltigkeit, Geselligkeit im besten Sinne und Schönheit vor allem für Menschen, denen wenig gesellschaftliche Wertschätzung entgegengebracht wird, verbinden sich in den Refettorios. Schaut Euch die Seiten mal an!

Mundraub

Mundraub klingt ziemlich kernig! Diese Internetseite vermittelt „Fundorte“ von Obstbäumen, die nicht beerntet werden oder von Obstbaumbesitzern, die die Ernte ihrer Bäume der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

Vielleicht habt Ihr Obstbäume oder Beerenhecken, die Ihr nicht beerntet? Oder Ihr kennt jemanden, der welche hat. Wäre das was, die Ernte, den Menschen zur Verfügung zu stellen, die bereit sind selbst zu pflücken?

To good to go

Natürlich keine Link-Sammlung ohne App für´s Smartphone! To good to go bringt „Zuviel Essen“ zum halben Preis an den Kunden, zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort.

Zum Beispiel bietet ein Hotel nach dem Ende des Frühstück Buffets vorgepackte Taschen mit dem was vom Buffet übrig blieb. Oder es gibt Brot und Brötchen in Bäckereien, oder Bowls und Sandwiches von Delis…. Vielleicht passt das Angebot für Euch.

Plant Jammer

Und noch eine App: Plant Jammer.

Das klingt bisschen merkwürdig, Vielleicht liegt es daran, dass die App in Dänemark entwickelt wurde.
Anstatt ein Rezept vorzugeben und Ihr sucht die Zutaten zusammen,bietet Euch die App Rezepte zu den Zutaten, die Ihr daheim habt. Ihr könnt eintippen was Ihr da habt und dann macht Euch die App Vorschläge, was Ihr mit dem vorhandenen feines kochen könnt.
Etwas Kocherfahrung sollte allerdings vorhanden sein. Denn die Zubereitungshinweise sind manchmal nicht so präzise auf die einzelne Zutat abgestimmt.

Blog Jutta Hofmann

Brotreste haben es mir besonders angetan. Probiert doch mal altes Weißbrot als süßen Auflauf mit Obst oder salzig als Panzanella, dem klassischen toskanischen Brotsalat.

Leave a Comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.