Lieblingsseiten II – ein Jahresrückblick

Jahresrückblick! Was schon Weihnachten? Nein, mein zweites Blog-Jahr ist vorbei – ich bin ein bisschen stolz auf mich. Gehöre ich doch eher zu der Sorte: Schnell mit Begeisterung viel beginnen und dann schnell mal nachlassen…

Mein Blog hat Ausläufer in die Wirklichkeit bekommen. Ausläufer? Ja, damit meine ich Kochkurse, Interviews, Schaukochen, Lebensmittel testen, ….

Bei allen Aktionen rückte das Thema Klima in den Vordergrund und es wird in meinem dritten Blog-Jahr im Vordergrund bleiben. In zahlreichen Gesprächen habe ich festgestellt, dass der Zusammenhang zwischen Ernährung und Klima für viele Menschen schwer zu erfassen ist.

Es geht um keine neue Diät,  sondern es geht um einen größeren Zusammenhang, der nicht auf den ersten Blick klar ist. Unser Teller steht selten in Sichtweite zu dem Ort, wo das Lebensmittel entsteht oder verarbeitet wird.
Lebensmittel sind abstrakt geworden, obwohl sie konkret auf dem Teller liegen. Obst wird gefällig geschnitten und abgepackt im Laden angeboten. Fleisch ist portioniert und gewürzt – die ursprüngliche Form und Struktur lässt sich nur noch erahnen. Was man früher zusammen gegessen hat, gibt es nun oft in einem Produkt: Strawberry Cheesecake Tee.
Nahrungsmittel, die aktuell als sehr gesund betrachtet werden, gibt es getrocknet als Pulver oder gar in Kapseln abgepackt, damit man möglichst viel „störungsfrei“ zu sich nehmen kann. Wie will man da noch den Überblick bewahren?

In diesem Kontext habe ich viel Freude mit dem „Klimafreundlichen Imbiss“ während des Repair Cafés in Schopfheim. Der Bürgerverein für eine klimafreundliche Stadt organisiert vier Mal im Jahr das Zusammentreffen von engagierten Reparateuren und Bürgern, denen etwas Wert geschätztes kaputt ging. Die Wartezeit können sich die Besucher (und die Reparateure) mit einem Imbiss verkürzen. Das ist eine gute Gelegenheit, über den Zusammenhang zwischen Essen und Klima zu sprechen. Regionale Zutaten, mit Bedacht ausgewählte Zutaten von weiter weg, kurze Garzeiten und die Vermeidung von Resten sind Schritte auf dem Weg zur klimafreundlichen Ernährung.

Mein Favorit ist der Karotten-Aufstrich. Es ist fast ein Wunder, wenn aus Karotten, die krumm, runzlig, fleckig und außen matt sind, ein leuchtend orange , farbiger, zarter Aufstrich wird, der sehr karottig schmeckt ohne die Anmutung von Baby-Nahrung zu haben.

Auf den Lieblingsseiten fehlen „Schreiben“ und „Reisen“. In diesen beiden Kolumnen kam nicht viel dazu. Ich war einfach zu beschäftigt oder wenn ich unterwegs war, dann war es ganz privat und ohne Kamera…

So sind die Lieblingsseiten kürzer geworden als im ersten Blog-Jahr, aber nicht weniger Liebling…

Kochen und Essen

Gugelhupf mit Birnen

Frühstück und Süßes

Ja, das habe ich gerne….. Und war erstaunt, dass ich im vergangenen Jahr so wenig zu diesem Thema geschrieben habe. Das kommt vielleicht daher, dass ich mit meinem Pancake Rezept so zufrieden bin, ebenso mit den Waffeln. Hin und wieder probiere ich Abwandlungen. Besonders mag ich fein  geschnittene oder geriebene rohe Früchte im Teig. Allerdings darf nicht zuviel in den Teig kommen, weil er sonst die Bindung verliert.

Desserts mag ich am Liebsten, wenn sie nicht zu süß sind. Eine besondere Herausforderung für mich sind Cremes, die ohne Ei und Bindemittel hergestellt werden und dennoch cremig sind. So wie es der Name verlangt (und ich natürlich).

Gugelhupf mit Birnen
Melone mit Eierlikör Creme

Wurzelbrot aufgebrochen

Backen

Ich hätte nicht gedacht, dass ich irgendwann ein Brot aus meinem normalen Backofen hole, das eine so splittrige Kruste hat, wie ein Brot vom Bäcker oder dass ich eine selbstgemachte Brioche auf dem Tisch habe, die so flaumig ist wie vom Konditor. Vor allem konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich auf Instagram in Echtzeit darüber berichte … Ich mag Social Media, aber wenn es darauf ankommt, dann hat das Echte immer den Vorzug. Das Synchronbacken mit „from snuggs kitchen“ und „kochtopf me“ begeistert mich jedes mal, denn es ist eine fantastische Gelegenheit tolle Blogger kennen zu lernen.

Brioche
Wurzelbrot

fertige Gemüse Haferflocken Küchlein

Kleine Teller

Kleine Teller, small plates, das ist ein Konzept, das ich in Restaurants liebe. Es gibt keine Tellergerichte, sondern als Gast suche ich mir auf der Karte einzelne Gerichte, die sich zu einer kompletten Mahlzeit nach meinem Gusto ergänzen. Die Einordnung in Vorspeise, Zwischengericht, Hauptgericht, Mittagessen, Abendessen macht mir immer Schwierigkeiten. Ein Gericht im Menü kann eine Vorspeise sein, es kann genauso gut als leichtes Abendessen passen oder als Beitrag für eine Afterwork Party im Büro. Also was ist das Gericht nun? Seufz, ein Happen auf die Hand, Vesper, Brunch, …

Gemüse Haferflocken Küchlein
Karottenaufstrich
Blumenkohl  Auster  Buchweizen

Gazpacho

Noch etwas Sommer im Glas: Gazpacho! Das ist eine wunderbare kalte Suppe, deren Geschmack und Konsistenz immer variiert – je nachdem, was Ihr an Zutaten zur Verfügung habt. Es gibt Rezepte mit nur grünen Zutaten: Paprika, Gurke, grüner Apfel oder nur mit gelben Zutaten: Paprika, Tomaten, Mango oder nur mit roten Zutaten: Tomaten, Paprika, Wassermelone oder Erdbeeren. Probiert es aus, was Euch am besten schmeckt!

Zutaten

1 kg reife Tomaten

1 Vespergurke

3 rote Paprika

1 Zehe Knoblauch

1 kleine gelbe Paprika

1 kleine rote Zwiebel nach Wunsch

Weißweinessig, Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung

Tomaten waschen, mit heißem Wasser überbrühen, die Haut abziehen und grob zerkleinern.

Die Gurke schälen, ein kleines Stück fein würfeln, den Rest grob zerkleinern. Paprika entkernen, ein kleines Stück fein würfeln und die restlichen in grobe Stücke schneiden. Die gelbe Paprika fein würfeln. Das gewürfelte Gemüse mit etwas Olivenöl in einer Schale mischen und als Einlage für die Suppe beiseite stellen. Mit einem Pürierstab oder in einem Mixer die Tomaten, Gurken Paprika zerkleinern. Mit Salz, Pfeffer und etwas Weißweinessig abschmecken.
Falls die Konsistenz zu dick ist noch etwas Wasser zugeben und die geschälte Knoblauchzehe zugenben. Die Suppe gut durchkühlen und dann mit dem gewürfelten Gemüse servieren.

Gazpacho Zutaten
Gazpacko gewürfelte Zutaten
Gazpacho von oben
Blog Jutta Hofmann

In diesem Fall verwende ich Olivenöl für die Suppe. Es hat einen höheren CO₂ Wert als ein anderes pflanzliches Öl, aber hier zählt auch der Geschmack. Das Öl wird nicht mit der Suppe vermischt, sondern es kommt zum Schluss oben drauf. Auf diese Art wird der Geschmack besser im Mund wahrgenommen und ihr braucht weniger davon.

Die Zutaten gelten als Anhaltspunkt. Ihr könnt die Anteile von Tomaten, Gurke, Paprika variieren. Die Gurke lässt sich auch durch ein Stück Wassermelone ersetzen – Ihr wisst schon, das eine Stück, das immer übrig bleibt….

Falls alle Produkte aus der Region kommen verringert sich die angefallene CO₂ Menge nochmals.

216 g CO₂ bei vier Portionen

Synchronbacken: Wurzelbrot

#synchronbacken August 2018

Synchronbacken: Wurzelbrot! Zorra von1 x umrühren bitte aka Kochtopf und Sandra from-snuggs-kitchen haben mich wieder zum Backen gebracht. Danke Euch beiden!

Meine alternativen Zutaten für den Teig waren sofort klar: Dinkelmehl anstatt Weizenmehl und Emmermehl anstatt Weizenvollkornmehl. Wieso? Ich verwende immer Dinkel anstatt Weizen. Vollkornmehl benutze ich ganz selten und so bot sich das Emmermehl an, weil es davon 500g Päckchen gab… Nein, ganz so pragmatisch war meine Entscheidung nicht. Ich hatte schon gekaufte Emmerbackwaren und wollte das Mehl selbst mal ausprobieren.

Mein Teig war mit diesen Zutaten ziemlich feucht. Vielleicht wäre bisschen weniger Wasser gut gewesen. Vor allem sollte ich großzügiger mit Mehl beim Ausformen arbeiten, damit mir das Brot nicht am Blech festklebt!!!

Die Kruste, die Krume und der Geschmack haben mir sehr zugesagt. Ehrlich geschrieben, habe ich gestaunt, dass so ein Brot in einem normalen Haushaltsbackofen ohne Extras entstehen kann.

Zutaten

VORTEIG
45 g fermentierter Teig, abgezweigt vom letzten Broteig oder wie folgt gemacht:
55 g Dinkelmehl
35 g Wasser
0,5 g Frischhefe
0,5 g Salz

LEVAIN
50 g Dinkelmehl
10 g Vollkornemmermehl
30 g Wasser
45 g fermentierter Vorteig

ENDGÜLTIGER TEIG
300 g Dinkelmehl
100 g Vollkornemmermehl
1 TL  Honig
295 g Wasser
3 g Frischhefe
9 g Salz

Zubereitung

Fermentierter Teig: Am Morgen alle Zutaten zu einem Teiglein verkneten, halbieren und die eine Hälfte in den Kühlschrank geben, und für ein anderes Brot verwenden.
Die andere Hälfte zugedeckt bei Raumtemperatur 8-12 Stunden gehen lassen.

Levain: Am Abend alle Zutaten für den Levain mischen und zugedeckt über Nacht gehen lassen. (9-15 Stunden).

Endgültiger Teig: Mehle mischen und 270 g des Wassers dazugeben, 5 Minuten kneten, zudecken und 30 Minuten ruhen lassen (Autolyse). Frischhefe mit restlichem Wasser (25 g) auflösen.
Nach der Autolyse alle Zutaten zum Teig geben und 15 Minuten kneten. Teig zudecken und für 2 1/2 Stunden gehen lassen,
danach Teig 1x falten, wieder zudecken und nochmals 1 1/2 Stunden gehen lassen.
Ofen mit Blech auf 240°C vorheizen.
Teig vorsichtig aus der Schüssel nehmen und zwirbeln. Etwa so wie man ein Handtuch auswringen möchte, nur nicht so stark. Falls man zwei Laibe macht den Teig mit einem Teighörnchen längs halbieren.

Das Brot braucht keine weitere Gare und wird direkt in den Ofen eingeschossen. Nach 15 Minuten mal kurz die Ofentür öffnen um Dampf zu entlassen. Gesamte Backzeit ist 30 Minuten.

Wurzelbrot roh
Wurzelbrot Kante
Wurzelbrot Anschnitt
Blog Jutta Hofmann

Und das sind alle die Bäckerinnen und Bäcker, die „mitgewurzelt“ haben. Schaut Euch mal die Beiträge an!

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf Tanja von Tanja's "Süß & Herzhaft" Steffi von dulcipessa Sylvia von Brotwein Ingrid von auchwas Katrin von Summsis Hobbyküche Jutta von Jutt-ah! Tina von Küchenmomente.de Manuela von mrsflax.net Anna von teigliebe Dagmar von Dagmars brotecke Petra von Obers trifft Sahne Simone von zimtkringel Britta von Backmaedchen 1967 Sandra von from-snuggs-kitchen.

Falls Brot übrig bleibt, könnt Ihr es in größere Würfel schneiden, sachte in Olivenöl in einer Pfanne anrösten und mit Salz und geräuchertem Paprikapulver würzen. Die Würfel passen gut zum Apéritif

Leber Paté

Leber Paté ist bestimmt das erste was Dir in den Sinn kommt, wenn Heidelbeeren und Pflaumenwein vor Dir stehen. Oh, kam Dir etwa ein Dessert in den Sinn? Wäre bei mir auch so gewesen, aber heute war es irgendwie anders.

Bei einem lokalen Geflügelhof habe ich Hühnerleber gekauft, dann ist mir auf dem Heimweg eingefallen, dass die Leber gar nicht in meine „Speiseplanung“ passt. Hm, und jetzt?

Irgendwie könnte ich was zum Abendessen auf´s Brot aus der Hühnerleber basteln, dachte ich. Noch etwas Frucht dazu (Heidelbeeren) und etwas süßes alkoholisches (Pflaumwein), dann müsste es schon passen….

Zutaten

300 g Hühnerleber
1 kleine rote Zwiebel
20 g Butter
4 El Pflaumenwein oder roter Portwein
Salz/Kräutersalz
frisch gemahlener Pfeffer
1 EL Sahne
3 EL frische Heidelbeeren

Zubereitung

Die Hühnerleber trocken tupfen, eventuelle Häutchen noch entfernen.
Die Zwiebel sehr fein schneiden. In einer Pfanne die Hälfte der Butter erhitzen und die Leber darin anbraten. Sobald sie Farbe bekommen hat wenden, die Zwiebeln in die Pfanne geben und die restliche Butter dazu. Die Hitze reduzieren und den Pflaumwein oder Portwein angießen.

Die Leberstücke aus der Pfanne nehmen, wenn sie knapp gar sind. Das geht sehr schnell! Zur Probe könnt Ihr ein Stück halbieren: Ist es rosa, so ist es perfekt.  Jetzt gebt Ihr die Heidelbeeren in die Pfanne, schwenkt nochmals kurz durch und nehmt sie wieder aus der Pfanne. Nun ist nur noch ein unansehnliches Zwiebelhäufchen in der Pfanne.

Die Leber lauwarm abkühlen lassen, etwas kleiner schneiden und in einen hohen Becher geben. Großzügig Kräutersalz, Pfeffer, die Zwiebelmasse aus der Pfanne und die Sahne zugeben, dann fein pürieren. Nochmals Abschmecken und die Früchte untermischen.

Die Masse ist etwas „flüssig“, aber sie wird im Kühlschrank wieder fester. Füllt die Paté in ein Glas und lasst sie mindestens für 4 Stunden im Kühlschrank durchziehen.

Zutaten Leber Paté
Leber Paté mit Heidelbeeren
Leber Paté mit Brot
Blog Jutta Hofmann

Wieso ich Leber kaufe? Sie schmeckt mir!  Zudem besteht ein Huhn nicht nur aus Hähnchenbrust und Pollo fino …

Das Rezept könnt Ihr auch mit Kalbsleber oder mit Lammleber ausprobieren.

Einen CO2 Wert für Hühner oder Hähnchenleber habe ich bis jetzt nicht gefunden, werde ihn aber ergänzen, sobald ich ihn habe.

Die Paté lässt sich ca. 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wenn Ihr merkt, dass es zuviel ist, dann könnt Ihr einen Teil einfrieren.

Aprikosen-Brot

Blog-Event CXLIV - altbacken {Resteküche für altes Brot} (Einsendeschluss 15. August 2018)

Das Blog Event von Christine von Anna Antonia und von Zorra von kochtopf.me:
Altbacken – Resteküche für altes Brot
passt perfekt in meine klimafreundliche Küche. Es wird viel Energie aufgewendet, bis aus Getreide Brot wird und dieses beim Kunden im Brotkasten liegt. Wird das Brot nicht gegessen, so war all die Mühe vergebens und das bei der Herstellung entstandene CO₂ ist dennoch in unserer Umwelt.

Rezepte mit altem Brot passen gut in die klimafreundliche Küche – es sei denn das alte Brot ist mit ganz, ganz viel Käse, Milch, Sahne oder Butter zu einem neuen Gericht verarbeitet worden.

In diesem Rezept verwende ich Ziegenfrischkäse. Schaut Euch mal um, ob Ihr einen solchen Käse aus einer lokalen Bio-Käserei bekommt, dann reduziert sich die CO₂ Emission nochmals um eine kleine Menge. Sobald ich einen  CO₂ Wert für Ziegenfrischkäse gefunden habe, werde ich die gesamte Emission für das Aprikosen-Brot ergänzen.

Zutaten

Für 2 Personen oder 4 Personen als kleines Dessert

4 reife Aprikosen
2 Scheiben altes Weißbrot oder helles Bauernbrot
1-2 Esslöffel Kokosöl (oder Butter)
1 Esslöffel gehackte Nüsse (bevorzugt Walnüsse, Erdnüsse, Paranüsse oder selbst gesammelte Haselnüsse)
1-2 Esslöffel brauner Zucker
1 – 2 Teelöffel Honig
2 Esslöffel weicher Ziegenfrischkäse

Zubereitung

Zunächst stecht Ihr mit einem Metallring Kreise aus den Brotscheiben aus. Das restliche Brot zupft Ihr mit den Fingern in ganz feine Krümelchen.

Die Aprikosen werden gewaschen, halbiert und entsteint. Haselnüsse oder Walnüsse werden klein gehackt. Natürlich könnt Ihr andere Nüsse verwenden – oft findet sich im Küchenschrank noch ein kleiner Rest.

Je nach Geschmack rührt Ihr den Ziegenfrischkäse mit etwas Honig glatt.

Nun erwärmt Ihr eine große Pfanne, gebt ein bis zwei Esslöffel Kokosöl und einen Esslöffel Zucker hinein. Die Brottaler werden in dieser Mischung goldbraun gebraten. Dann setzt Ihr die Taler auf den Servierteller. Gleich im Anschluss röstet Ihr die gehackten Nüsse zusammen mit den Brotkrümeln. Dafür gebt Ihr noch etwas Zucker und Kokosöl in die Pfanne. Wenn die Mischung schön Farbe bekommen hat, nehmt Ihr sie aus der Pfanne auf einen Teller.

Nun wischt Ihr die Pfanne aus, gebt wieder etwas Öl und Zucker hinein und legt die Aprikosen mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne. Bei mittlerer Hitze lasst Ihr die Früchte anbraten.

In der Zwischenzeit gebt Ihr vom Ziegenfrischkäse auf die gerösteten Brotscheiben und verteilt die Brösel auf die Teller. Die angerösteten Aprikosen werden auf die „Frischkäse-Brote“ gesetzt, mit etwas Honig beträufelt und Ihr könnt servieren.

Aprikosen-Brot
Aprikosen-Brot
Aprikosen-Brot
Blog Jutta Hofmann

Anstatt Aprikosen könnt Ihr späte Zwetschgen ausprobieren und den Teller noch zusätzlich mit Zimt bestäuben.

Das Dessert kann auch als „Kuchenersatz“ oder als „Es ist nichts mehr zum Frühstück da – nein, das stimmt gar nicht“ herhalten.

… in diesem Fall wird es keinen Rest geben – höchstens von den „Krümeln“, aber die passen ausgezeichnet auf ein Joghurt mit Früchten.

Karotten-Aufstrich

Zwei Mal in der Woche kaufe ich auf dem Wochenmarkt ein. Für mich ist das bequem, denn er liegt auf dem Weg zur Arbeit und die Produkte kommen frisch aus der Region. Zuweilen passiert es, dass Gemüse mit dem ich ein Gericht zubereiten wollte, dann doch zwei Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks liegt, weil das Leben dazwischen kam: Neee, keine Karotten heute! Oma macht den Salat viel besser… Lass´uns draußen was essen gehen…

Ihr kennt das. Dann liegen sie vor einem, die Schrumpels und das Gewissen grumbelt: Also gut, ich gebe Euch ein zweites Leben und wasche die Karotten erst mal. Eine halbe Stunde späte staune selbst ich über das Ergebnis. Der Aufstrich leuchtet mich dankbar an….

Zutaten

200 g Karotten – können schon bisschen schrumpelig sein
1 EL Rapsöl
Salz/Kräutersalz
abgeriebene Zitronenschale
Pfeffer
nach Wunsch Chili, Cayenne Pfeffer
nach Wunsch frische Kräuter wie Estragon, glatte Petersilie oder Dill

Zubereitung

Die Karotten gut waschen, alles schlechten Stellen wegschneiden und schälen. Wenig Salzwasser in einem Topf erhitzen und die Karotten darin im Ganzen gut weich kochen. Danach abgießen und noch abdampfen lassen.

Die Karotten in Stücke brechen und in einen hohen Becher geben. Das Öl, Salz, Pfeffer und andere Gewürze nach Wunsch zugeben und mit dem Pürierstab pürieren.

Falls Ihr noch frische Kräuter zugeben wollt ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum unterrühren.

Karotten alt
Karotten-Aufstrich
Karotten-Aufstrich mit Brot
Blog Jutta Hofmann

Den Aufstrich könnt Ihr auf Crostini gestrichen zum Aperitif reichen, oder als Unterlage für Ziegenkäse oder als Dip zu „Gemüsefrikadellen“.

39g CO2 pro Person

Falls Ihr etwas übrig habt, könnt Ihr mit dem Karotten-Aufstrich eine Gemüsesuppe andicken oder Ihr könnt ihn mit Frischkäse mischen und Ihr habt wieder einen „neuen Aufstrich“.

Wastecooking oder „was kann daraus noch werden“ V

Wie verträgt sich klimafreundlich kochen mit Reis, Bananen, Ingwer oder Kaffee? Ganz gut, wenn man beim Einkauf aufmerksam ist und alles bis zum letzen Rest zubereitet. Bananen, Reis und Ingwer haben einen recht geringen Wert. Sie werden mit dem Schiff transportiert, was den CO₂ Anteil für den Transport sehr gering hält.
Reis,  der in Italien, Frankreich oder in Spanien angebaut wird, hat noch niedrigere  Werte. Es lohnt sich nach Vialone Reis für Risotto oder nach schwarzem Reis aus Spanien oder Italien oder nach rotem Reis aus der Camargue/Frankreich im Laden Ausschau zu halten.

Für eine kräftige Tasse Kaffee verwendet man ca. 10 – 12 g Kaffeepulver. Das heißt pro Tasse – ohne das heiße Wasser zu berücksichtigen, sind es ca. 108 g CO₂. Dann sieht es nicht mehr so „schlimm“ aus.
Dennoch macht Euch mal Gedanken, wie viele Menschen daran arbeiten, bis der Kaffee bei Euch in der Tasse duftet.
Die Kaffeesträucher werden angebaut, gepflegt, die Kirschen von Hand gepflückt, dann braucht es viele Arbeitsschritte bis der Kaffee in Säcken auf ein Containerschiff verladen wird. In Europa angelandet wird der Kaffee geröstet, verpackt, kommt in ein Café, in dem eine Kaffeemaschine steht, die soviel kostet wie ein Kleinwagen und ein Kunde bestellt einen Kaffee to go. Kippt ihn aus einem Plastikbecher in seinen Hals, während er Mails checkend die Straße überquert.
Tut Euch und allen Menschen, die ihre Energie in diese Tasse Kaffee steckten, den Gefallen und genießt Euren Kaffee im Sitzen oder an der Theke einer Espresso Bar!

Gekochter Reis

Ein Löffel gekochter Reis ist noch übrig? Zum Glück! Ihr könnt den Reis am anderen Tag in den Teig für Pancakes zum Frühstück mischen. Sie werden etwas volumiger und lockerer …

Kandierter Ingwer

Ein Stück kandierter Ingwer in ganz feine Würfel geschnitten gibt Gurkensalat das gewisse Etwas. Der Ingwer ist leicht scharf und süß – da könnt Ihr auf Zucker oder Honig in der Salatsoße verzichten.

Kaffee

Ihr könnt starken Kaffee in der Eiswürfelschale einfrieren (abdecken nicht vergessen). Zusammen mit einer Banane, die bereits eine braune Schale hat und und doppelt soviel Milch wie Kaffee, einen Shake zubereiten.

Blog Jutta Hofmann

(Werbung wegen Markennennung/unbezahlt)
100g Reis 258 g CO₂
100g kandierter Ingwer ? 100g frischer Ingwer 68 g CO₂
100g Bananen 44 g CO₂
100g gemahlener Kaffee 1081 g CO₂

Ein besonderes Kaffee Angebot findet Ihr bei Teikei. Schaut Euch die Seite unbedingt an!
Übrigens, wie Ihr den Kaffeesatz noch weiter nutzen könnt, steht in dem vom NDR veröffentlichten Beitrag „Kaffeesatz – zu schade zum Wegwerfen“.

Blumenkohl Auster Buchweizen

Blumenkohl Auster Buchweizen hätte ich vor fünf Jahren nicht gegessen. Buchweizen kannte ich nur vom Rezepte lesen – Blinis oder bretonische Crèpes….

Blumenkohl war nie mein Liebling. Früher waren die Brösel auf dem Kohl das beste und die Kunst bestand darin, so zu schöpfen, dass möglichst viel Brösel auf dem eigenen Teller landen (und so wenig wie möglich Kohl). Das hat sich jetzt geändert!

Nachdem meine Austern Liebe erwacht ist, esse ich sie am liebsten pur – ohne alles. Wenn man von weitem sieht, dass nur noch vier Austern in der Fischtheke liegen, dann kaufe ich sie trotzdem ( vor allem wenn es irische Donegan sind) und überlege wie ich sie „strecken“ kann, damit am Ende eine Vorspeise entsteht, welche nach Austern schmeckt und ein bisschen satt macht.

Und wie bin ich auf diese Zusammenstellung gekommen? „Foodpairing“ mein Favorit!

Zutaten

Vorspeise oder Zwischengericht für zwei Personen

3-6 Austern pro Person
1 kl Blumenkohl
50 ml Sahne
20g Butter
Muskatblüte (Macis)
120 g Buchweizen
Weißwein-Essig
Rapsöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Den Buchweizen abspülen und in Salzwasser in ca. 20 Minuten weich kochen, abgießen und mit einer Salatsauce aus Essig, Öl, Salz und wenig Pfeffer vermischen.

Den Blumenkohl in Röschen teilen und alle Teile in Salzwasser knapp gar kochen. Die kleinen Röschen aus dem Wasser nehmen und den restlichen Kohl weiter weich kochen.
Den Blumenkohl abgießen, wieder zurück in den Topf geben und auf dem warmen Herdplatte ausdampfen lassen. Sahne zum Blumenkohl geben, Salz, Pfeffer, Muskatblüte zugeben und mit dem Pürierstab zu einem feinen Püree verarbeiten. Die Butter zugeben, gut untermischen und nochmals abschmecken.

Austern öffnen und zusammen mit dem Blumenkohl Püree und Salat servieren.

Blumenkohl Austern Buchweizen
Blumenkohl Austern Buchweizen
Austern Blumenkohl Buchweizen
Blog Jutta Hofmann

Der Buchweizen Salat wird noch etwas frischer, wenn man einen kleinen, säuerlichen Apfel in Würfelchen geschnitten untermischt.

Eierlikör Melonen Dessert

Manches Obst findet man selten in Desserts. Wieso gibt es so wenig Rezepte mit Melone oder Weintrauben? Liegt das an den Kochbüchern, die ich habe oder ist es wirklich so? Ich finde auch Melonen haben etwas  „Aufhübschung“ verdient, so wie es für Beeren, Äpfel, Birnen und Südfrüchte selbstverständlich ist.

Rezept Eierlikör Melonen Dessert

Zutaten

2 Esslöffel Pistazien, ungesalzen
2 Esslöffel feiner Zucker

1 kleine Galia Melone
2 Joghurts auf Kokosmilch Basis
4 Esslöffel Eierlikör
1 Limette, unbehandelt
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Orangenblütenwasser
1 Messerspitze Biobin

4 Teelöffel Eierlikör

Zubereitung

Ein Stück Alufolie mit etwas Olivenöl bestreichen und auf einen Teller legen. Neben die Herdplatte stellen.

Die Pistazien hacken. Den Zucker gleichmäßig in eine Pfanne mit dickem Boden streuen. Die Herdplatte anstellen und nicht mehr aus den Augen lassen! Der Zucker wird langsam vom Zentrum der Pfanne aus flüssig werden. In diesem Moment die Platte ausschalten und die Pistazien gleichmäßig in den flüssigen Zucker streuen und mit einem Holzlöffel untermischen. Den Pistazienkrokant auf die geölte Aluminiumfolie geben. Achtung, die Zuckermasse ist sehr heiß!

Die Melone waschen, halbieren, entkernen und in Spalten schneiden. Die spitzen Enden der Spalten abschneiden und in einen hohen Becher geben. Die verbliebenen Melonenspalten in kleine Würfel schneiden.

Den Saft einer halben Limette und die abgeriebene Schale zu den Melonenstücken geben, ein paar Tropfen Orangenblütenwasser und alles zusammen pürieren.

Das Bindemittel darüberstreuen und nochmals kurz mixen. Die verbliebenen Würfelchen untermischen.

Den Joghurt auf Kokosbasis mit dem Eierlikör mischen und mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Melonenmasse in Gläser geben, die Eierlikörcreme darüber geben. Zum Schluss noch vorsichtig einen Teelöffel Eierlikör darüber geben, kühl stellen.

Vor dem Servieren noch mit dem Pistazienkrokant bestreuen.

Eierlikör Melonen Dessert Zutaten
Eierlikör Melonen Dessert Vorbereitung
Eierlikör Melonen Dessert
Blog Jutta Hofmann

Die Eierlikör-Kokosjoghurt Creme passt auch wunderbar zu reifen Himbeeren, Heidelbeeren oder Brombeeren, Pfirsichen oder Mangos. Oder als „Torten-Ersatz“ zu frisch gebackenen Waffeln.

Mangold Quiche

Mangold gehört zu den Rüben-Gemüsen. Das klingt auf´s erste vielleicht nicht so verlockend, aber Mangold ist sehr vielfältig in der Küche zu verwenden. Die grünen Blätter lassen sich wie Spinat dünsten, sie eignen sich gut zum Füllen, die Stiele könnt Ihr wie Spargel zubereiten oder Ihr verwendet beides zusammen – wie in diesem Rezept. Besonders dekorativ ist Mangold mit Stielen in Gelb und verschiedenen Rottönen. Mehr über das „Supergemüse“ findet Ihr in einem Artikel auf „Fit for Fun“.

Zutaten

1 Zwiebel
500 g Mangold
2 Esslöffel Gemüsebrühe oder Noily Prat
20 g Kokosnussfett/Rapsöl/Sonnenblumenöl
3 Eier (Freilandhaltung)
200 g Joghurt (natur)
Salz, Pfeffer, Muskatblüte, Piment d´Espelette

125g Strudelteig (Verwertung der restlichen Teigblätter siehe Reste)

100 g Feta

Zubereitung

Den Mangold waschen und gut abtropfen lassen. Das untere Ende des Stils jeweils abschneiden, dann den weißen Stil so ausschneiden, dass das Blattwerk abgetrennt ist. Vor Blattwerk alle gelben Stellen entfernen.

Die Stile in 5 mm breite Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und fein schneiden. Pflanzenfett in einem hohen Topf erhitzen und die Zwiebel darin andünsten, die Mangold Stile dazugeben, die Hitze reduzieren und weiter dünsten ohne dass das Gemüse Farbe annimmt.

In der Zeit die Mangoldblätter drei mal längs teilen und dann in 10 mm breite Streifen schneiden.

Die Stile mit Gemüsebrühe oder Noily Prat ablöschen, komplett verdampfen lassen und dann die Mangoldblätter zufügen. Wenn die Blätter zusammengefallen sind mit Salz, Pfeffer, Muskatblüte und nach Wunsch etwas Chili oder Piment d´Espelette abschmecken. Das Gemüse sollte noch Biss haben. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Den Feta würfeln. Joghurt und Eier gut vermischen und abschmecken. Eine Runde Form mit Pflanzenfett ausstreichen, dann zwei Strudelteigblätter in die Form legen, nochmals mit Pflanzenfett bestreichen und die nächsten zwei Strudelteigblätter versetzt auflegen. Den Vorgang nochmals wiederholen. Den Mangold mit Hilfe einer Gabel in die Form geben, die Joghurtmasse darüber geben und mit den Fetawürfeln bestreuen. Im Backofen ca. 20-25 Minuten backen.

Mangold Quiche
Blog Jutta Hofmann

Wie wäre es zum Nachtisch mit einem Brombeer Streusel Dessert? Den Backofen habt Ihr bereits angeheizt für die Quiche, so könnt Ihr die Wärme nutzen und anschließend das Dessert backen oder – falls Euer Backofen über eine Heißluftfunktion verfügt, dann könnt Ihr beides gleichzeitig backen. Beachtet bitte, dass es dann ausreicht die Temperatur auf 160° einzustellen.

Reste: falls angedünsteter Mangold übrig ist, könnt Ihr ihn abgekühlt mit einer Zitronen-Öl Vinaigrette als Salat servieren oder Ihr mischt ihn mit dem verbliebenen Feta und füllt Paprikaschoten damit, die Ihr mit etwas Gemüsebrühe in einem Topf schmort.

Restlicher Strudelteig hält sich gut verschlossen im Kühlschrank bis zu einer Woche. Ihr könnt die Teigblätter in Streifen schneiden und mit Öl bestreichen und Salz und Pfeffer oder Kräuter der Provence oder Kümmel bestreuen.

Oder lieber süß? Wie wäre es mit Zucker und Zimt oder Zucker und gehackten Nüssen?