Gazpacho

Noch etwas Sommer im Glas: Gazpacho! Das ist eine wunderbare kalte Suppe, deren Geschmack und Konsistenz immer variiert – je nachdem, was Ihr an Zutaten zur Verfügung habt. Es gibt Rezepte mit nur grünen Zutaten: Paprika, Gurke, grüner Apfel oder nur mit gelben Zutaten: Paprika, Tomaten, Mango oder nur mit roten Zutaten: Tomaten, Paprika, Wassermelone oder Erdbeeren. Probiert es aus, was Euch am besten schmeckt!

Zutaten

1 kg reife Tomaten

1 Vespergurke

3 rote Paprika

1 Zehe Knoblauch

1 kleine gelbe Paprika

1 kleine rote Zwiebel nach Wunsch

Weißweinessig, Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung

Tomaten waschen, mit heißem Wasser überbrühen, die Haut abziehen und grob zerkleinern.

Die Gurke schälen, ein kleines Stück fein würfeln, den Rest grob zerkleinern. Paprika entkernen, ein kleines Stück fein würfeln und die restlichen in grobe Stücke schneiden. Die gelbe Paprika fein würfeln. Das gewürfelte Gemüse mit etwas Olivenöl in einer Schale mischen und als Einlage für die Suppe beiseite stellen. Mit einem Pürierstab oder in einem Mixer die Tomaten, Gurken Paprika zerkleinern. Mit Salz, Pfeffer und etwas Weißweinessig abschmecken.
Falls die Konsistenz zu dick ist noch etwas Wasser zugeben und die geschälte Knoblauchzehe zugenben. Die Suppe gut durchkühlen und dann mit dem gewürfelten Gemüse servieren.

Gazpacho Zutaten
Gazpacko gewürfelte Zutaten
Gazpacho von oben
Blog Jutta Hofmann

In diesem Fall verwende ich Olivenöl für die Suppe. Es hat einen höheren CO₂ Wert als ein anderes pflanzliches Öl, aber hier zählt auch der Geschmack. Das Öl wird nicht mit der Suppe vermischt, sondern es kommt zum Schluss oben drauf. Auf diese Art wird der Geschmack besser im Mund wahrgenommen und ihr braucht weniger davon.

Die Zutaten gelten als Anhaltspunkt. Ihr könnt die Anteile von Tomaten, Gurke, Paprika variieren. Die Gurke lässt sich auch durch ein Stück Wassermelone ersetzen – Ihr wisst schon, das eine Stück, das immer übrig bleibt….

Falls alle Produkte aus der Region kommen verringert sich die angefallene CO₂ Menge nochmals.

216 g CO₂ bei vier Portionen

Karotten-Aufstrich

Zwei Mal in der Woche kaufe ich auf dem Wochenmarkt ein. Für mich ist das bequem, denn er liegt auf dem Weg zur Arbeit und die Produkte kommen frisch aus der Region. Zuweilen passiert es, dass Gemüse mit dem ich ein Gericht zubereiten wollte, dann doch zwei Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks liegt, weil das Leben dazwischen kam: Neee, keine Karotten heute! Oma macht den Salat viel besser… Lass´uns draußen was essen gehen…

Ihr kennt das. Dann liegen sie vor einem, die Schrumpels und das Gewissen grumbelt: Also gut, ich gebe Euch ein zweites Leben und wasche die Karotten erst mal. Eine halbe Stunde späte staune selbst ich über das Ergebnis. Der Aufstrich leuchtet mich dankbar an….

Zutaten

200 g Karotten – können schon bisschen schrumpelig sein
1 EL Rapsöl
Salz/Kräutersalz
abgeriebene Zitronenschale
Pfeffer
nach Wunsch Chili, Cayenne Pfeffer
nach Wunsch frische Kräuter wie Estragon, glatte Petersilie oder Dill

Zubereitung

Die Karotten gut waschen, alles schlechten Stellen wegschneiden und schälen. Wenig Salzwasser in einem Topf erhitzen und die Karotten darin im Ganzen gut weich kochen. Danach abgießen und noch abdampfen lassen.

Die Karotten in Stücke brechen und in einen hohen Becher geben. Das Öl, Salz, Pfeffer und andere Gewürze nach Wunsch zugeben und mit dem Pürierstab pürieren.

Falls Ihr noch frische Kräuter zugeben wollt ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum unterrühren.

Karotten alt
Karotten-Aufstrich
Karotten-Aufstrich mit Brot
Blog Jutta Hofmann

Den Aufstrich könnt Ihr auf Crostini gestrichen zum Aperitif reichen, oder als Unterlage für Ziegenkäse oder als Dip zu „Gemüsefrikadellen“.

39g CO2 pro Person

Falls Ihr etwas übrig habt, könnt Ihr mit dem Karotten-Aufstrich eine Gemüsesuppe andicken oder Ihr könnt ihn mit Frischkäse mischen und Ihr habt wieder einen „neuen Aufstrich“.

Mangold Quiche

Mangold gehört zu den Rüben-Gemüsen. Das klingt auf´s erste vielleicht nicht so verlockend, aber Mangold ist sehr vielfältig in der Küche zu verwenden. Die grünen Blätter lassen sich wie Spinat dünsten, sie eignen sich gut zum Füllen, die Stiele könnt Ihr wie Spargel zubereiten oder Ihr verwendet beides zusammen – wie in diesem Rezept. Besonders dekorativ ist Mangold mit Stielen in Gelb und verschiedenen Rottönen. Mehr über das „Supergemüse“ findet Ihr in einem Artikel auf „Fit for Fun“.

Zutaten

1 Zwiebel
500 g Mangold
2 Esslöffel Gemüsebrühe oder Noily Prat
20 g Kokosnussfett/Rapsöl/Sonnenblumenöl
3 Eier (Freilandhaltung)
200 g Joghurt (natur)
Salz, Pfeffer, Muskatblüte, Piment d´Espelette

125g Strudelteig (Verwertung der restlichen Teigblätter siehe Reste)

100 g Feta

Zubereitung

Den Mangold waschen und gut abtropfen lassen. Das untere Ende des Stils jeweils abschneiden, dann den weißen Stil so ausschneiden, dass das Blattwerk abgetrennt ist. Vor Blattwerk alle gelben Stellen entfernen.

Die Stile in 5 mm breite Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und fein schneiden. Pflanzenfett in einem hohen Topf erhitzen und die Zwiebel darin andünsten, die Mangold Stile dazugeben, die Hitze reduzieren und weiter dünsten ohne dass das Gemüse Farbe annimmt.

In der Zeit die Mangoldblätter drei mal längs teilen und dann in 10 mm breite Streifen schneiden.

Die Stile mit Gemüsebrühe oder Noily Prat ablöschen, komplett verdampfen lassen und dann die Mangoldblätter zufügen. Wenn die Blätter zusammengefallen sind mit Salz, Pfeffer, Muskatblüte und nach Wunsch etwas Chili oder Piment d´Espelette abschmecken. Das Gemüse sollte noch Biss haben. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Den Feta würfeln. Joghurt und Eier gut vermischen und abschmecken. Eine Runde Form mit Pflanzenfett ausstreichen, dann zwei Strudelteigblätter in die Form legen, nochmals mit Pflanzenfett bestreichen und die nächsten zwei Strudelteigblätter versetzt auflegen. Den Vorgang nochmals wiederholen. Den Mangold mit Hilfe einer Gabel in die Form geben, die Joghurtmasse darüber geben und mit den Fetawürfeln bestreuen. Im Backofen ca. 20-25 Minuten backen.

Mangold Quiche
Blog Jutta Hofmann

Wie wäre es zum Nachtisch mit einem Brombeer Streusel Dessert? Den Backofen habt Ihr bereits angeheizt für die Quiche, so könnt Ihr die Wärme nutzen und anschließend das Dessert backen oder – falls Euer Backofen über eine Heißluftfunktion verfügt, dann könnt Ihr beides gleichzeitig backen. Beachtet bitte, dass es dann ausreicht die Temperatur auf 160° einzustellen.

Reste: falls angedünsteter Mangold übrig ist, könnt Ihr ihn abgekühlt mit einer Zitronen-Öl Vinaigrette als Salat servieren oder Ihr mischt ihn mit dem verbliebenen Feta und füllt Paprikaschoten damit, die Ihr mit etwas Gemüsebrühe in einem Topf schmort.

Restlicher Strudelteig hält sich gut verschlossen im Kühlschrank bis zu einer Woche. Ihr könnt die Teigblätter in Streifen schneiden und mit Öl bestreichen und Salz und Pfeffer oder Kräuter der Provence oder Kümmel bestreuen.

Oder lieber süß? Wie wäre es mit Zucker und Zimt oder Zucker und gehackten Nüssen?

Grünkernaufstrich

Grünkernaufstrich ist würzig, leicht nussig und harmoniert mit eingelegtem Gemüse, wie zum Beispiel Radieschen. Grünkern gibt es in gut sortierten Lebensmittelgeschäften in ganzen Körnen, geschrotet oder als Mehl.

Grünkern aus dem traditionellen Anbaugebiet Bauland ist eine europaweit geschützte Ursprungsbezeichnung. Halbreif geerntete Dinkelkörner werden durch „darren“ (rösten) ganz getrocknet und haltbar gemacht. Es ist aber keine ausschließlich deutsche Spezialität. In Nordafrika stellt man Frick oder Frik oder Zembu her. Die Körner des Durum Weizens werden halbreif geerntet und dann wie Grünkern weiterverarbeitet.

Zutaten

200 g Grünkern
Gemüsebrühe
80 g Zwiebeln
10 g Knoblauch
120 g Karotten
10 g Tomatenmark mit Suppengrün
10 g Kräuter: Italienische Mischung, Petersilie, Bärlauch, Kerbel, Estragon (dann weniger, weil Estragon sehr dominant ist)
20 g Kokosnussöl

Zubereitung

Den Grünkern in ca. 20 Minuten in Wasser weich kochen. Den Topf mit einem Deckel abdecken und auf kleinster Flamme köcheln lassen. Noch 10 Minuten auf der abgeschaltenen Herdplatte ziehen lassen.
Zwiebeln und Knoblauch schälen, fein schneiden und im Kokosöl andünsten, das Tomatenmark kurz mitdünsten, dann beiseite stellen. Die Karotte putzen, fein raspeln und beiseite stellen.
Den Grünkern mit dem verbliebenen Kochwasser pürieren, die Zwiebelmischung mit dem Pürierstab unterarbeiten, die fein geschnittenen Kräuter untermischen. Den Aufstrich mit Salz , Pfeffer, Curry oder Ras el Hanout oder five spice oder, oder abschmecken.

Grünkernaufstrich Karotten
Grünkernaufstrich
Blog Jutta Hofmann

Achtet darauf, woher der Knoblauch kommt. In diesem Rezept ist wenig Knobi enthalten, aber über das Jahr gesehen, verwendet Ihr bestimmt viel davon:
10 g, ungefähr eine Zehe Knoblauch aus Frankreich sind mit 4 g CO₂ „belastet“. Kommt der Knoblauch aus Übersee so sind es bei der gleichen Menge Knobi 45 g CO₂ – etwas mehr als das 10-fache!

In einigen Rezepten werden getrocknete Tomaten als „Gewürz“ vorgeschlagen. In der Regel ist es mühsam die leicht zähen, öligen Stücke klein zu bekommen. Da ist Tomatenmark, vor allem solches mit Suppengemüse, eine bequeme Alternative. Allerdings solltet Ihr dann mit Kräuter und Knoblauch verwenden. Der Unterschied bei CO₂ Wert ist beeindruckend:

10 g Tomatenmark 18 g CO₂ oder 10 g getrocknete Tomaten 35 g CO₂ !

Falls es einen Rest gibt, könnt Ihr damit eine Gemüsesuppe andicken.

Gemüse Haferflocken Küchlein

Gemüse Haferflocken Küchlein ist ein einfaches Gericht, das sich wunderbar dazu eignet, Gemüse in kleinen Mengen, Salat entweder als Garnitur oder als Beilage, und die vielen Chutneys, Barbecue Saucen und ähnliches, die sich im Kühlschrank sammeln, aufzubrauchen.

Das Thema Lebensmittelverschwendung inspirierte mich zu diesem Rezept.  Reste als nichts lästiges, sondern als Quelle der Inspiration zu sehen ist meiner Meinung nach der richtige Weg. Eine meiner liebsten Seiten im Netz zu diesem Thema sind Respect Food und Food for Soul.  Food for Soul setzt sich für die sorgsame Verwendung von Lebensmitteln ein wie auch für die sozialen und ästhetischen Aspekte einer Mahlzeit. Schaut mal nach wie sich die Inititative von Massimo Bottura und Lara Gilmore entwickelt hat.

Rezept für Gemüse-Haferflocken Küchlein

Zutaten

160 g Haferflocken
4 Esslöffel heißes Wasser
1 Karotte oder 1 Petersilienwurzel
2 kleine Stangen Sellerie/1 Zucchini/ 1 große Paprika/ 1 kleine Fenchelknolle
2 Eier
Salz, Pfeffer
glatte Petersilie
Olivenöl, Butter

Zubereitung

Die Haferflocken mit dem heißen Wasser mischen, sobald es eingezogen ist die geraspelte Karotte und fein geschnittener Staudensellerie zufügen, anschließend die beiden Eier gründlich untermischen. Die Mischung ca. 1 Stunde quellen lassen.
Mit Salz, Pfeffer abschmecken, die geschnittene Petersilie untermischen. Sollte die Masse nicht formbar sein, zu grob, dann kann man mit dem Pürierstab einen teil der Masse bearbeiten und erhält so eine bessere Bindung ohne dass Mehl oder Brötchen hinzugefügt werden müssen.

In einer großen Pfanne Olivenöl und Butter zu gleichen teilen erhitzen und je einen Esslöffel von der Masse in die Pfanne setzen, flach drücken und die Ränder behutsam glätten. Sobald die eine Hälfte gebräunt ist wenden, die Hitze nochmals zurückschalten und fertig braten.

Gemüse für Gemüse Haferflocken Küchlein
Masse für Gemüse Haferflocken Küchlein
fertige Gemüse Haferflocken Küchlein
Blog Jutta Hofmann

Das Rezept ergibt vier Portionen mit ca.  280 Kcal und 177 g CO² pro Person. Gut dazu passt entweder ein gemischter grüner Salat mit Kräutern, gebratene Pilze, Kräuterquark ….
Anstatt Hühnerfleisch könntest Du die Küchlein auch zum französischen Salat servieren.

Wenn Du die Küchlein vorbereiten willst, so kannst Du schon am Abend zuvor den Teig ohne das Gemüse vorbereiten und abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Kurz vor dem Braten das geraffelte Gemüse untermischen.

Birnen Käse Dessert

Das Birnen-Käse Dessert ist mein erstes Dessert, das ohne zusätzliches Süßungsmittel auskommt. Damit Ihr mich nicht missversteht: Ich liebe Süßes, aber ich will nichts pappsüßes, klebrigsüßes oder süßsüßsüßes… falls Ihr wisst was ich damit meine. Bisher habe ich zum Kochen und Backen meist braunen Rohrzucker verwendet und die Zuckermenge reduziert. Dann habe ich mal Kokosblütenzucker ausprobiert und war sehr angetan vom feinen Geschmack. Agavendicksaft und Ahornsirup habe ich ebenfalls ausprobiert. Stevia hatte ich noch nicht in der Küche und Xucker bekommt mir nicht. Sind die Alternativen nun gesünder als normaler Haushaltszucker? Ich bin da nicht die Expertin, aber schaut mal das Zuckerlexikon an. Es ist ausführlich und Ihr könnt dann gut entscheiden, was am Besten für Euch ist.

In diesem Dessert verwende ich Birnen als „Zucker“, die das Dessert dezent süßen und wunderbar zum Käse passen.

Zutaten

1 feste Birne ca. 200g
etwas Zitronensaft
1 Esslöffel Mehl
1 Esslöffel Reismehl
1 Teelöffel Weinsteinbackpulver
1 Ei
eine Prise Salz
Butter oder Kokosöl zum Braten
1 reife Birne
Zitronensaft
4 Esslöffel gehackte Walnüsse
4 Esslöffel Blauschimmelkäse in kleinen Würfelchen insgesamt ca. 80g

Zubereitung

Die Birnen waschen. Die feste Birne schälen, halbieren und das Kernhaus entfernen. Mehl, Backpulver, Ei und Salz verrühren. Die Birne grob raffeln und unter den Teig mischen.

Die feste Birne in Scheiben schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.

Den Käse und die Walnüsse miteinander mischen.
In einer Pfanne bei mittlerer Hitze die Butter oder das Kokosöl erhitzen. Je ein Teelöffel Teig in die Pfanne geben und warten bis die Plätzchen am Rand etwas fest werden, dann wenden.

Auf einem Teller die marinierten Birnenscheiben verteilen, die Birnenplätzchen darauf geben und mit der Käse Nuss Mischung bestreuen. Der Käse soll durch die Hitze der Plätzchen etwas weich werden.

Birnen
Birnen Käse Dessert
Blog Jutta Hofmann

Das Birnen Käse Dessert lässt sich leicht zu einem Frühstück abwandeln:
Die Plätzchen werden mit den marinierten Birnenscheiben serviert und darüber kommen gehackte Walnüsse mit Ahornsirup.

Die Idee für das Dessert stammt aus dem Buch „Herzhaft & Süß“ von Zabert und Sandmann. Angelika Schwalber bereitet Apfel-Rösti mit gebrannter Creme zu – bei mir wurde ein Birnen Käse Dessert daraus.

Sollten Plätzchen übrig sein, dann schmecken sie am anderen Tag mit Joghurt und Früchten zum Frühstück.
Die Birnen-Käse Mischung macht sich gut über einem grünen Blattsalat oder über dem französischen Salat.

Blumenkohl in zwei Variationen

Blumenkohl hatte ich sehr gerne in meiner Kindheit. Entweder gab es ihn gekocht und abgeschmelzt mit Bröseln oder es gab ihn in einer sahnigen Suppe mit Klösschen aus Bratwurstbrät. Lange Zeit gab es bei mir in der Küche keinen Blumenkohl mehr. Ein kurzes Blumenkohl – Zwischenhoch bescherte ein Gemüsehändler auf dem Markt, der wunderbare blütenweiße, nur faustgroße Kohlköpfe anbot. Nach seinem Tod war es wieder vorbei mit dem Blumenkohl. Aber das hat sich nun wieder geändert: Blumenkohl in zwei Variationen in memoriam Oma Rese und Herrn Hügel!

Zutaten

für zwei Personen

1 kleiner Blumenkohl, ca 400 – 500 g
etwas süße Sahne
50g Butter oder nach Geschmack mehr
Salz, Pfeffer,  Muskat
Olivenöl
Ras el Hanout oder Curry Pulver oder Garam Masala

Zubereitung

Den Blumenkohl gründlich waschen. Die größeren Rosen vom Strunk schneiden. Den Strunk in Würfel schneiden und beiseite stellen. Nun werden die kleinen Röschen abgelöst und es verbleiben kleinere „Strünke“. Diese zu den Würfeln geben.

Wenig Salzwasser erhitzen und die Strunk-Stücke und Würfel im geschlossenen Topf weich kochen. Nach ca. 10 Minuten eine Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen, das Olivenöl, die Blumenkohlröschen und die Würzmischung nach Wahl in die Pfanne geben. Gut durchschwenken und die Hitze zurücknehmen. Die Röschen sollten sachte braten ohne dass die Gewürze verbrennen.

Wenn die Strunkstücke weich sind, wird das Kochwasser abgegossen. Mit einem Pürierstab werden die Stücke püriert, die Sahne und die Butter untergemischt. Wenn Ihr mit der Konsistenz zufrieden seid, dann mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Nun könnt Ihr das Püree zusammen mit den gebratenen Röschen anrichten.

Blog Jutta Hofmann

Dieses Gericht passt wunderbar als Beilage zu kurz gebratenem Fleisch, zu Riesengarnelen. Serviert Ihr Ofenkartoffeln dazu, dann habt Ihr einen vegetarischen Teller. Vielleicht könnte man Butter und Sahne mit Kokosmilch ersetzen? Wer diese vegane Variante ausprobiert kann mir gerne schreiben!

Bei diesem Rezept kann ich mir nicht vorstellen, dass etwas übrig ist…

Falls doch: Das Püree kann mit etwas Gemüsebrühe aufgegossen werden und wird so zur Blumenkohlsuppe oder die gerösteten Röschen können mit Vinaigrette zu einem Salat angerichtet werden.

Birnen Quark Waffeln

Meine Liebe zu Waffeln ist vermutlich lebenslänglich. Als Kind waren „Waffeln mit Heidelbeer-Kompott“ eines meiner liebsten süßen Mittagessen. Die Waffeln waren klassisch mit Butter und die Heidelbeeren waren selbst gesammelt und im Sommer eingeweckt worden. Die Birnen Quark Waffeln haben nichts damit zu tun, außer dass sie sehr lecker sind.

Zutaten

Für eine Person mit gutem Appetit oder für zwei, die noch etwas anderes zum Frühstück essen …

60g Dinkelmehl
25g zarte oder mittlere Haferflocken
1 EL Kokosflocken
1 Prise Salz
1/4 TL Zimt
1 TL Weinsteinbackpulver
1 Ei
70g Quark
1 Birne, ca 200g
2 EL Kokosöl
evtl. 2 EL Milch, Sahne oder Kokosmilch

Zum Servieren Ahornsirup oder Birnenmarmelade

Zubereitung

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander mischen.
Die Birne waschen und schälen, halbieren und das Kernhaus entfernen.

In die Mehlmischung eine Vertiefung drücken und den Quark, das Ei und das Öl geben. Die Birne mit einer groben Reibe dazu raffeln. Anschließend mischt Ihr mit einer Gabel zunächst die feuchten Zutaten und dann nehmt nach und nach mehr von der trockenen Mischung darunter.

Den Teig eine Viertelstunde ziehen lassen. Sollte er dann noch etwas fest sein könnt Ihr noch ein bis zwei Esslöffel Milch, Kokosmilch oder Sahne untermischen.

Dann den Teig in einem „Herz-Waffeleisen“ backen.

Birnen
Blog Jutta Hofmann

Zwei Jahre wohnte ich in einer WG mit einem chinesischen Paar. Sie tadelten mich ob meines kalten Frühstücks. Nach ihrer Ansicht sollte man morgens etwas warmes essen. Nun, die Birnen Quark Waffeln sind ein bisschen warm und für meinen europäischen Magen nicht so gewöhnungsbedürftig wie eine Gemüsesuppe oder Reisschleim mit Gemüse….

Gofio – Kanarisches Frühstück

Gofio“ ist der Name, den die Guanchen auf den Kanaren geröstetem und dann in kleinen Steinmühlen gemahlenem Korn gaben. Die Mischung besteht traditionell aus Gerste, Weizen und Mais.
Diese geröstete Getreidemischung war einst die eiserne Ration, die jede Familie im Haus bereithielt, um bei Belagerungen, Missernten und Hungersnöten zumindest vom Verhungern verschont zu bleiben. Heute wird sie zum Frühstück gegessen. Sie findet sich auch in Süßspeisen, Eis, Keksen oder in herzhaften Gerichten wieder.

Wir haben diese gesunde Mischung aus unserem La Gomera Urlaub als kulinarisches Souvenir mitgebracht. Sie wurde immer mehr nach hinten im Schrank geschoben – Ihr kennt das sicher – bis der Entschluss kam: Jetzt probiere ich aus, was alles im „Guanchen-Korn“ steckt ….

https://www.kanarische-lebensart.net/gofio/gofio.html
https://www.teneriffa-news.com/rezepte-kueche/gofio-kanarisches-allzweck-mehl_9605.html

Rezept Gofio Frühstück

Zutaten

4 Teelöffel Gofio
Saft einer kleinen Orange
1 Teelöffel Ahornsirup
2-4 Esslöffel Joghurt
frisches Obst, z.B. Granatapfel, Orangen, Beeren

Zubereitung

Die Orange auspressen und den Saft langsam mit einer Gabel unter das trockene Gofio rühren. Dann kommt Naturjoghurt dazu und je nach Wunsch mit Ahornsirup abschmecken. Die frischen Früchte auf den Gofio Brei geben.

Natürlich kann auch mehr Gofio verwendet werden, wenn man eine festere Konsistenz des Breis bevorzugt.

Zutaten für Gofio Frühstück
Gofio Frühstück mit Granatapfel
Blick auf Gofio Frühstück von Oben
Blog Jutta Hofmann

Gofio schmeckt auch in Milch angerührt und mit Zimt und Honig abgeschmeckt. Mit viel Milch ist es ein nahrhafter Shake oder mit wenig Milch ein Brei, der lange satt macht. Ein oder zwei Teelöffel im Kaffee verwandeln die Tasse am Morgen in ein kleines, schnelles Frühstück mit einem Hauch von Urlaub…

Hafer Quinoa Granola

Hafer Quinoa Granola ist mein neuester Frühstücks Favorit, der auch das Zeug hat, einen Nachtisch aufzupeppen.

Nach vielen Vergleichen und vielem Probieren war ich mir sicher DAS Granola Rezept zu haben. Irrtum!

Ein Granola Rezept aus dem Buch „Körnerküche“ von Laura Agar Wilson, erschienen bei Penguin Random House, und ein Tütchen Quinoa mit seit kurzem abgelaufenen MHD ließen mich ein weiteres Rezept ausprobieren und variieren.

Wie meistens hatte ich nicht alle notwendigen Zutaten da, wollte es aber sofort zubereiten und dazu kommen – wie immer – meine eigenen Vorstellungen wie Geschmack und Konsistenz sein sollen.

Rezept Hafer Quinoa Granola

Zutaten

60 g Ahornsirup
40 g Kokosöl
1 Prise Salz
100 g Haferflocken
25 g Quinoa
35 g Sonnenblumenkerne
35 g Kokosflocken
50 g Mandelblättchen

Zubereitung

Quinoa mehrmals durchspülen, anschließen in Salzwasser in ca. 15 Minuten weich kochen, anschließen abgießen und abtropfen lassen.

Den Backofen auf 180° C vorheizen.

Die Haferflocken, Salz, Quinoa, Sonnenblumenkerne, Kokosflocken und Mandelblättchen in eine Schüssel geben. In einem Kochtopf das Kokosöl bei geringer Hitze zum Schmelzen bringen und den Ahornsirup untermischen. Jetzt könntet Ihr – nach Wunsch – das Mark einer Vanilleschote oder etwas Zimt untermischen.

Die flüssigen und die trockenen Zutaten in der Schüssel gut mischen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben.

Das Granola ca. 10 Minuten backen, dann nochmals auf dem Blech durchmischen und noch ca. 5 Minuten backen. In der zweiten „Backphase“ sollte das Blech nicht mehr aus den Augen gelassen werden, denn die Flockenmischung kann sehr schnell zu dunkel werden.

Nach dem Abkühlen kommt das Granola in ein dichtes Glas und ist bereit jeden Joghurt in ein feines Frühstück zu verwandeln.

Hafer Quinoa Granola im Vorratsglas
Hafer Quinoa Granola Schale
Blog Jutta Hofmann

Das nächste Mal werde ich das Rezept entweder mit dem Mark einer Vanilleschote zubereiten für einen noch süßeren Geschmack oder mit Zimt für einen „winterwarmen“ Geschmack.